HEIDI BRUEHL

* 30.1.1942 in München.
† 08.06.1991 in Starnberg.

Nahm als Kind Tanzunterricht. Zunächst Filmschauspielerin, dann Gesangsunterricht bei Fritz Wunderlich. Bekannte Schlagertitel: "Chico, chico,Charlie", "Wir wollen niemals auseinandergeh'n" (Goldene Schallplatte), "Marcel", "Luna, lieber Mond".

Heiratete den amerikanischen Schauspieler Brett Halsey. 1971 Auftritte als Sängerin und Tänzerin in Las Vegas und im amerikanischen Fernsehen. Produzenten: Wolfgang Kretzschmar, Fred Weyrich.
 

Münchnerin von Geburt (30.1.1942), begann sie schon 1947 mit Tanzunterricht. Bei einer Vorführung fiel sie dem Regisseur Harald Braun auf, der die 12jährige für eine kleine Rolle engagierte. Es folgte "Heideschulmeister Uwe Karsten" und mit "Die Mädels vom Immenhof" kam die erste Hauptrolle in einer steil ansteigenden Karriere. Immer sorgfältig um ihr Vorwärtskommen bemüht, nahm sie nun intensiv Schauspielunterricht und lernte Singen, Klavierspielen, Englisch und Französisch. Neben Filmrollen kamen folgerichtig auch tragende Partien in Musikfilmen, wo sie ihre Vielseitigkeit ausspielen konnte.

Nach fünfjähriger Gesangsausbildung erhielt sie einen Schallplattenvertrag und hatte alsbald erste Erfolge mit Millionenauflagen. Heidi Brühl ist es zu danken, dass die in Deutschland weitgehend unbekannte Kunstform des amerikanischen Musical hier populär wurde. Nach Erfolgen in Film, Gesang und Bühne ging sie 1970 in die USA zu einer neunmonatigen Show in Las Vegas - zusammen mit zahlreichen amerikanischen Stars. Auch das Fernsehen bot der Vielbegabten Rollen an, wie in den Serien "Columbo" oder "Tatort" und in TV-Filmen; 1972 hatte sie im deutschen Fernsehen eine eigene Show.

Heidi Brühl ist seit 1964 mit dem amerikanischen Schauspieler Brett Halsey verheiratet; das Paar hat einen Sohn, Clayton Alexander, und eine Tochter, Nicole.

Am 30. Januar 1942 wurde Heidi Brühl in München geboren. Die musikalische Aussteuer erbte sie von ihrem Herrn Papa, der sein Lebtag lang immer Sänger werden wollte. Indem er seinem Töchterchen stets und ständig Arien für den Hausgebrauch vorsang, führte er sie in das Zauberreich der Oper ein.

Heidi hörte aber lieber Doris Day und Frank Sinatra und swingte inzwischen in die Spitzengruppe der deutschen Schlagerprominenz hinein. Jede Schallplatte ist bei ihr eine wunderschöne runde Sache! "La, La, La" ist ein singender, klingender Diskus mit Charme und Pep zugleich.
 
 
 
 
 
A) Chico, chico Charlie
(Peek-a-booin')
B) Luna, lunalu, lieber Mond
Philips 345 150 PF (1959)
A) Mister Love
(The Way To My Heart)
B) Sag mir leis' "Je t'aime"
Philips 345 188 PF (1960)
A) Ich liebe den Mondschein
B) Geh nicht vorbei
Philips 345 203 PF (1960)
A) Ich liebe den Mondschein
B) Geh nicht vorbei
C) Mister Love
D) Sag mir leis' "Je t'aime"
Philips 423 346 PE (1960)
A) Wir wollen niemals auseinandergehn
B) Mister Love
(The Way To My Heart)
Philips 345 217 PF (1960)
A) Immer will ich dir gehören
(aus dem gleichn. Bavaria-Film)
B) Ich bin so - oder so
Philips 345 246 PF (1960)
A) Das kann morgen vorbei sein
B) Caballero, Caballero
a.d. Melodie-Film der Ufa Film Hansa
"Eine hübscher als die andere"
Philips 345 284 PF (1961)
A) Die Hochzeitsmelodie
B) Das kann doch nie zu Ende geh'n
Philips 345 321 PF (1961)
A) In der Straße wohnst du
(In The Street Where You Live)
B) Wenn du mir auch noch so schöne Augen machst
Philips 345 507 PF (1962)
Heidi Brühl singt aus dem Musical
"My Fair Lady"
Philips 423 405 PF (1962)
A) Rot wie der Mohn
    (Send Me The Pillow you Dream On)
B) Hundert Kavaliere
   (Zhasnete Lampiony)
Philips 345 526 PF (1962)
A) Was der Wind erzählt
B) Okay, Monsieur
Philips 345 553 PF (1962)
A) Marcel
B) Das große Spiel
Philips 345 578 PF (1963)
Annie Get Your Gun E.P.
A) Ja, Schauspieler sind Schauspieler
B) Denn am Schießeisen beißt keiner an
C) Ich hab' die goldene Sonne und den Silbermond
D) Man sagt, Verliebtsein, das wäre wundervoll
fontana E 76 809 (1963)
Heidi Brühl singt Weihnachtslieder E.P.
A) Stille Nacht, heilige Nacht
B) Weiße Weihnacht
C) Weißer Winterwald
D) Süßer die Glocken nie klingen
Philips 423 406 PE (1963)
A) Du gehst vorbei an mir
B) Nicht zu groß und nicht zu klein
Philips 345 669 PF (1963)
A) Hernando's Hideaway
Ein glückliches Mädchen
Philips 345 752 PF (1965)
A) Hundert Mann und ein Befehl
Das kann mir keiner nehmen
Philips 345 888 PF (1965)
A) Weiter dreht sich unsere Welt
B) Wann?
Philips 346 017 PF (1966)
A) Hab' keine Angst vor morgen
B) Deine Welt ist meine Welt
Philips 346 040 4PF (1967)
A) Mein Weg mit dir
B) Wo ist das Haus
Philips 346 074 PF (1967)
A) Die Antwort mußt du mir noch geben
B) Angelo
Philips 346 091 PF (1967)
Memory (Denk zurück)
Kostenlose Werbeflexidisc von Kodak
für Instamatic Filmcamera für Super 8
Kodak (ca. 1967/68)
A) La La La
Siegertitel Eurovision 1968
Deutsche Originalaufnahme
B) Und mein Zug fährt immer weiter
Philips 384 529 PF (1968)
A) La Bambola
B) Master Jack
Philips 384 557 PF (1968)
A) Vagabondo
B) Ich war noch ein Kind
(When I Was A Child)
Philips 6003 057 PF (1970)
A) Der Schlüssel dafür
(Brand New Key)
Deutsche Originalaufnahme
B) Das Leben kann so einfach sein
Philips 6003 226 PF (1971)

Annie Get Your Gun
Annie, schiess los!
(Irving Berlin /Robert Gilbert)

"Annie, schieß los !" Unter diesem Motto läuft z. Z. ein neues Musical mit riesigem Erfolg im "Theater des Westens" in Berlin. Neu ist es eigentlich nicht. Es erlebte bereits 1946 seine triumphale Premiere vor dem anspruchsvollen New Yorker Theaterpublikum. Die ständig wachsende Begeisterung für Musicals brachte es nun auch nach Deutschland.

Die Story dieses überschäumenden, turbulenten Vergnügens führt zurück in die Atmosphäre der ausklingenden Ära des "Goldenen Wilden Westens". Sie erzählt die Lebensgeschichte der Meisterschützin Annie, die sich aus einem kratzbürstigen, zerlumpten, schießgewandten Western-Girl in einen strahlenden, selbstbewussten Revuestar verwandelt, der sich schließlich durch einen absichtlichen Fehlschuss das Herz des geliebten Mannes erobert.

Historisches Vorbild der Musical-Annie war die legendäre amerikanische Kunstschützin Annie Oakley, die - 1866 in Ohio geboren - bereits im zarten Kindesalter bei Schiesswettbewerben besser mit dem Colt umzugehen wusste als ihre älteren männlichen Konkurrenten. Mit 17 Jahren heiratete sie Frank Butler, einen ihrer Rivalen. 1885 schloss sie sich als Kunstschützin der Wild-West-Show des berühmten Büffeljägers Buffalo Bill an, bei dem auch der legendenumwobene Indianerhäuptling Sitting Bull auftrat. 1887 besuchte sie mit dieser Show Europa und begeisterte das Publikum mit ihren tollkühnen Schiesskünsten. Annie kehrte danach in ihre Heimat zurück und trat noch viele Jahre in den Arenen der großen Shows auf, umjubelt von der Menge, bis sie sich schließlich zurückzog und 1926 als Leiterin eines Waisenhauses in Ohio starb.

Dargestellt wird die Annie von Heidi Brühl, die hier im Übermaß Gelegenheit hat, ihre vielseitige komödiantische Begabung zu beweisen. Sie singt, tanzt und schiesst sich durch ihre Rolle, mit einem Elan, der einfach umwerfend ist. Unterstützt von ihrem Partner Robert Trehy und dem großartigen Ensemble liefert sie das überzeugende Bekenntnis: "There is no business like show-business" - der Titel eines der Hauptsongs des Musicals.

In Musik gesetzt wurde das phantastische Western-Epos von Irving Berlin, einem wahren Meister des Musicals. Er verkörpert wie kein zweiter die typische Lebensgeschichte des amerikanischen Selfmade-Mannes. Als Sohn eines armen aus Russland geflüchteten Rabbiners musste er schon mit 8 Jahren Zeitungen verkaufen und blinde Bettler durch die New Yorker Elendsviertel führen. Später verdingte er sich als Aushilfskellner und versuchte sich nebenher als Sänger und Songwriter an verstimmten Kneipenklavieren. 1911 gelang ihm sein erster großer Erfolg, der heute zu den ewigen Evergreens gehört: "Alexanders Ragtime Band".

Die folgenden Jahre verhalfen ihm zum Durchbruch. Er schrieb so unvergängliche Lieder, wie: "Blue Skies", "Cheek to Cheek", "Always" und das unvergleichliche "White Christmas". In den lauten und fröhlichen zwanziger Jahren wurde Irving Berlin der ungekrönte König der amerikanischen Schlagerkomponisten. Ganz Amerika sang und tanzte nach seinen, stets in Fis-dur geschriebenen Melodien. Er erhielt unzählige Auszeichnungen, unter anderem das Ritterkreuz der französischen Ehrenlegion.

In den vierziger Jahren schrieb er dann, anstelle seines verstorbenen Freundes Jerome Kern, die mitreißende Musik für das Musical "Annie get your gun" und verhalf ihm, zusammen mit den berühmten Autoren Herbert und Dorothy Fields, zu seinem beispiellosen Erfolg.

Bernd Reiners auf der Rückseite der fontana E.P. "Annie Get Your Gun" E 76 809 (1963)
 

Heidi Brühl auf PHILIPS - Schallplatten:

- ausgezeichnet mit der "Goldenen Schallplatte 1961" für eine Million verkaufter Schallplatten "Wir wollen niemals auseinandergehn".
 
 
345 150 PF Chico chico Charlie
Luna lunalu, lieber Mond
345 160 PF Wir werden uns finden
Immer, wenn du bei mir bist
345 203 PF Ich liebe den Mondenschein
Geh' nicht vorbei
345 217 PF Wir wollen niemals auseinandergehn
Mister Love
345 246 PF Immer will ich dir gehören
Ich bin so - oder so
(aus dem Film "Immer will ich dir gehören")
345 284 PF Das kann morgen vorbei sein
Caballero, Caballero
(aus dem Film "Eine hübscher als die andere")
345 321 PF Die Hochzeitsmelodie
Das kann doch nie zuende gehn

 
 
Heidi Brühl
Wir wollen niemals auseinander gehn
fontana LP 701 638 (1968)
Titel: Wir wollen niemals auseinandergehn * Chico-Chico Charly (Peek-A-Booin') * "Sag mir leis "Je t'aime" *Tag für Tag bekomme ich drei rote Rosen (I'm Gonna Write A Song About My Love) * Luna Lunalu, lieber Mond * Immer will ich dir gehören * Mister Love (The Way To My Heart) * Bitte spiel nicht mir mir (All For The Love Of A Girl) * Rot wie der Mohn (Send Me The Pillow You Dream On) * Ich bin so - oder so * Das kann morgen vorbei sein * Ich liebe den Mondenschein

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